Jeden Tag eine
Übung!

Im Alltag lernen? Ich beantworte die Frage, wie mein Thema im Alltag in kleinen Schritten erlernt werden kann!

Jürgen Feder

Botaniker

Credo:"Wo unsere Erde verkommt, wird Einmischung zur Bürgerpflicht"

Jürgen Feder, geboren 1960 in Flensburg und schon in jungen Jahren nach Bielefeld an den Teutoburger Wald verschlagen, hielt es schon als Junge kaum in den eigenen vier Wänden aus. Mit einer trockenen Scheibe Graubrot in der Anoraktasche, dem Hund und einem Vogelbuch ging es oft gleich nach der Schule über Stock und Stein. Die Getreidearten und verschiedenen Baumarten waren schnell gelernt. Was direkt vor der Haustür, am Schulweg, im Kletterwald oder auf dem nahen Rodelberg wuchs, erweckte schon früh sein Interesse. Oft ging es mit der ganzen Familie in die Blaubeeren, an Wochenenden waren lange Spaziergänge regelrechtes Pflichtprogramm.

So verwundert es nicht, dass sich nach Abitur, Militärdienst und Gärtnerlehre ein Studium der Landespflege in Hannover anschloss - die Sicherung und Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen: Boden, Wasser, Luft, die Tier- und Pflanzenwelt. Weite Teile von Niedersachsen wurden nun mit dem Fahrrad erkundet und pflanzenbezogen akribsch auskartiert. Was wächst nicht nur hie und da?, nein: was wächst fast überall, was geht denn verloren, welche Arten kommen hinzu, wo beginnen und wo hören denn Areale auf, wo und warum verschieben sie sich? Fragen über Fragen - das Staunen über Artenvielfalt, Eigenart, Schönheit oder Widerstandskraft unserer heimischen und eingebürgerten Arten wurde so praktisch zur Sucht.

Denn nur was man kennt, kann man auch schützen! Nur was man lieb gewonnen hat, kann man auch leidenschaftlich sichern helfen. Nur was man mit Freude lernt, geht auch nicht mehr verloren. Denn in allen auch noch so kleinen Pflanzenarten stecken auch so etwas wie Eisbär, Löwe und Tiger. Noch um 1900 war Botanik fast ein Volkssport.

Die Begeisterung über Deutschands Landschaften, die Verteilung der Arten geprägt durch Böden, Nutzungs- und Wetterbedingungen, aber auch ein seit langem zu beobachtender Artenrückgang vieler besonders spezialisierter Pflanzen hat den Autor seit einigen Jahren sogar zu einer gewissen Bekanntheit in den Medien verholfen.
Hier werden nun in unterschiedlichen Missionen jeweils 20 Pflanzenarten typisch für bestimmte Landschaften, Lebensräume, Nutzungstypen und Verbreitungsgebiete vorgestellt.
Sie sollen Lust auf draußen machen, zu persönlichen Exkursionen anregen, die Wahrnehmung unserer ureigenen Umwelt schärfen und die Fragen beantworten: "Was blüht den da?" oder "Was ist das denn da für ein Gewächs?".
In diesem Sinne wünsche ich mir eine Renaissance allgemein guter/besserer Pflanzenkenntnisse und auch der Wissenschaften "rund um den grünen Daumen".

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